Motorsport: F1 - Grand Prix Formel 1 - Story

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F1 Motorsport: Die Formel Eins im Rückblick

(Geschichte und Geschichten)

 

 

Formel 1 Story

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Die Formel 1

Ferrari

 

 

Die Anfänge

Gegründet wurde die Formel 1 im Jahr 1950. Die Geschichte der Königsklasse des Motorsports ist gleichzeitig auch eine Geschichte der Superlative, Skandale und Überraschungen. Der erste Formel 1 Weltmeister war der Italiener Guiseppe Farina, der Neffe des berühmten Pinin Farina. Im Alter von 44 Jahren sicherte er sich auf Ferrari den Titel. 

Die erste Rennsportlegende aber war der Argentinier Juan Manuel Fangio. In der Gründerzeit der Formel 1 schaffte er das Kunststück, gleich fünf Weltmeistertitel zu gewinnen. Dabei war er in den Jahren 1954 bis 1957 einfach nicht zu schlagen und sicherte sich gleich viermal in Serie den Titel. Fangio war es auch vorbehalten, den ersten Meilenstein in der noch jungen Geschichte der Formel 1 zu setzen. 1956 hatte sich der Argentinier nach seinem Titelgewinn auf Ferrari mit dem "Commendatore" Enzo Ferrari zerstritten und trat im folgenden Jahr auf Maserati an. Am Nürburgring benötigte Fangio einen Sieg, um vorzeitig Weltmeister zu werden, er war also topmotiviert. Mit 46 Jahren war die Rennsportlegende zusätzlich der "Oldtimer" im Rennsportzirkus, seinen beiden schärfsten Konkurrenten Mike Hawthorn und Peter Collins waren über zwanzig Jahre jünger. 

Das Rennen wurde von Maserati-Rennleiter Ugolini minutiös geplant. So wurde Fangio mit halbvollen Tanks ins Rennen geschickt, um erst beim Reifenwechsel nachzutanken. Obwohl er im Training die Pole Position erfahren hatte und vor dem Boxenstopp mit über 30 Sekunden vor seinen Konkurrenten lag, wurde es noch ein spannendes und unvergessliches Rennen. Fangios Boxencrew hatte enorme Probleme beim Reifenwechsel, sodaß der Weltmeister mit einem Rückstand von sage und schreibe 48 Sekunden wieder ins Rennen ging. Doch dachte der kampfstarke Maserati-Pilot nicht daran, aufzugeben und so holte er sich mit einer historischen Aufholjagd, bei der ein Rundenrekord nach dem anderen fiel, doch noch den Titel. Am Ende betrug sein Vorsprung ganze 3,6 Sekunden.

Formel 1 Geschichten

Im Jahr 1959 ereignete sich eine Kuriosität, die sich bis heute nicht wiederholt hat. Beim Grand Prix der USA in Sebring kämpften drei Piloten um den Sieg: Jack Brabham, Stirling Moss und Tony Brooks. Zunächst sah alles nach einem klaren Sieg des Favoriten Brabham aus. Bis zur letzten Runde lag er in seinem Cooper in Führung, als plötzlich der Motor stotterte. Geistesgegenwärtig legte der Brite selbst Hand an und schob seinen Renner über zwei Kilometer ins Ziel. Der Weltmeistertitel war sozusagen "im Spaziergang" gewonnen.

In den fünfziger Jahren war Autorennen ein wahrer "Gentleman-Sport". Millionengagen waren fremd, die Fahrer hatten selber genug Geld. Dies änderte sich erst seit den sechziger Jahren. Die Begebenheit, die den Rennsport revolutionieren sollte, ereignete sich beim Grand Prix von Spanien 1968. Die Zigarettenfirma "Gold Leaf Navy Cut" trat als erster Sponsor eines Formel 1 Teams auf. Die ersten Boliden, die für die Glimmstengel warben, waren die Lotus-Wagen um Teamchef Colin Chapman.

1976 sorgte das Tyrell-Team für ein Novum, das allerdings nicht lange Bestand haben sollte. Der Tyrrell P34 Cosworth fuhr beim Grand Prix von Spanien mit sechs Rädern. Trotz anfänglicher Erfolge konnte sich das Experiment jedoch nicht durchsetzen, die Reifenfirma war einfach überfordert. 
Die achtziger Jahre waren dann die Zeit der großen Duelle. Prost gegen Senna oder Piquet gegen Mansell, die Formel 1 war insbesondere eine Geschichte der Feindschaften und erbitterten Duelle zwischen den Topfahrern. Diese Duelle wurden auch in den neunziger Jahren weitergeführt, nur hießen die Kontrahenten hier Damon Hill und Michael Schumacher.

Nürburgring

McLaren

BMW Williams

Jaguar

 

 

Auch im Jahr 2002 findet der Grand Prix von Europa auf dem Nürburgring in der Eifel statt. Im Schatten der idyllischen Nürburg, drehen die hochmotorisierten Rennwagen ihre Runden. Seien Sie dabei, wenn Michael Schumacher seinen Heim-Grand Prix fährt und lassen Sie sich von einer wahren Geschwindigkeitsorgie mitreißen. Die Eintrittskarten gibt´s hier.

Der Nürburgring - Das deutsche Rennsportmekka

Tief in der Eifel liegt Deutschlands berühmteste und älteste Rennstrecke: der Nürburgring. Eröffnet wurde die Rennstrecke bei Adenau im Jahr 1927. In der Bauphase, die 1925 begonnen wurde, waren teilweise bis zu 3.000 Arbeiter beschäftigt, ein richtiges Mammutprojekt. Das erste Rennen folgte auf dem Fuß und es war dem Mercedes-Piloten Rudolf Caracciola vorbehalten, sich als erster Sieger auf der Eifelstrecke einzutragen.

In den folgenden Jahren war der Aufstieg des Rings zum Publikumsmagneten nicht mehr aufzuhalten. In der Ära der Silberpfeile von Mercedes und Auto-Union werden die Zuschauerzahlen immer wieder aufs Neue übertroffen. Beim Großen Preis von Deutschland erleben 200.000 Besucher den Sieg des Engländers Richard Seaman auf Mercedes. 
Während des zweiten Weltkriegs wird der Nürburgring dann zweckentfremdet. Im Sporthotel "Tribüne" werden erst Bombenopfer aus den großen Städten aufgenommen, später dient es als Lazarett.

Doch schon 1947 finden wieder Rennen in der Eifel statt. Das "Eifel-Pokal-Rennen" lockt seine Besucher unter anderem mit einem Verzehrbon für Wein, Brot und Wurst. Ein Jahr später wird dann der Ausbau des Rings weiter vorangetrieben. Das Land Rheinland-Pfalz gewährt ein Darlehen, das die Rennstrecke schon bald wieder international konkurrenzfähig macht. Das erste internationale Rennen findet im Jahr 1950 statt und 1954 ist es dann endlich soweit: Der Große Preis von Europa findet als erstes Formel 1-Rennen auf deutschem Boden statt. Die geschätzte Besucherzahl beträgt sage und schreibe 400.000! Es siegt niemand geringeres als Rennsportlegende Fangio auf seinem Mercedes-Silberpfeil.

Der Nürburgring - Die letzten Jahrzehnte

Während die sechziger Jahren einen kontinuierlichen Aufstieg des Nürburgrings erleben, kommt es Anfang der siebziger Jahre zu einer Serie von Unfällen auf der berüchtigten Nordschleife. So fordert im Jahr 1970 eine Gruppe von Rennfahrern, angeführt vom Österreicher Jochen Rindt, die Nordschleife umzubauen, da sie "zu gefährlich" sei. Der Grand Prix wird zukünftig in Hockenheim gefahren und der "Ring" wird umgebaut. Seitenstreifen, Fangzäune und Leitplanken machen die Strecke sicherer und auch schneller. 17 Millionen Mark kostet die Umbauaktion und so freut sich die ganze Region als 1971 wieder Grand Prix Zeit ist. Jackie Steward (Tyrrell-Ford) siegt vor 130.000 Zuschauern.

Doch erweist sich die wiedergewonnen geglaubte Sicherheit als trügerisch: Neue Umbauforderungen der Formel 1-Piloten kommen auf den Tisch. Den 74er Grand Prix gewinnt der Schweizer Clay Regazzoni auf Ferrari und stellt ein Jahr später mit 7:06,4 Minuten und einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 192,8 km/h einen neuen Rundenrekord auf, der für die Ewigkeit Bestand haben soll.

Im August 1976 ist das endgültige Ende der Nordschleife gekommen. Der Österreicher Niki Lauda verunglückt schwer und im Jahr 1977 beschließt der Aufsichtsrat der Nürburgring GmbH den Bau einer neuen, kürzeren Rennstrecke.

In den nächsten Jahren wird es ruhiger um die Strecke. Statt Formel 1 Rennen finden Rockfestivals wie "Rock am Ring" oder auch Truckrennen statt. Die Grand Prix Rennen finden in Hockenheim statt. Nach einer Demonstration, bei der 1980 entrüstete Nürburgring-Fans für den Erhalt der Strecke gekämpft hatten, wird schließlich im Jahr 1984 feierlich die neue Strecke eröffnet. Den ersten Grand Prix gewinnt der Franzose Alain Prost. Nachdem 1985 noch einmal ein Formel 1 Rennen auf dem Ring stattfindet, ist erst mal wieder Stillstand angesagt. So dauert es bis ins Jahr 1995, bis wieder ein Formel 1 Grand Prix auf der Eifelstrecke gefahren wird. Am 1. Oktober 1995 gewinnt ein junger Michael Schumacher auf Benetton-Renault als erster deutscher Fahrer einen WM-Lauf auf dem Nürburgring. Die Legende lebt und in den folgenden Jahren werden vor vollbesetzten Tribünen wieder die traditionellen GPs von Europa auf dem Nürburgring gefahren. Im Jahr 2000 gelingt es dem "Regenkönig" Michael Schumacher auf Ferrari, den ersten Sieg für die "Scuderia" nach 15 Jahren einzufahren.

Hockenheimring

Ferrari

 

Alle Jahre wieder findet der Große Preis von Deutschland auf dem altehrwürdigen Hockenheimring statt. Während im Motodrom die Stimmung hochkocht, machen sich die Boliden auf in den bewaldeten Teil der Strecke, um richtig Gas zu geben. Hockenheim ist eine absolute Hochgeschwindigkeitsstrecke, auf der immer atemberaubende Rennaction geboten wird

Der Hockenheimring - Highspeed pur

Im Jahr 1932 machte sich eine Handvoll Hockenheimer daran, den Grundstein für eine neue Rennstrecke zu legen. Ursprünglich war die Rhein-Neckar Strecke ausschließlich als Motorradstrecke geplant. Eine 12 km lange Schotterpiste machte den Anfang auf dem damals noch Dreieckskurs. Doch schon im Jahr 1938 wurde der damalige "Kurpfalzring" in einen 7,725km langen Ovalkurs umgebaut.

Auch das erste deutsche Nachkriegsrennen fand auf dem gerade erst umbenannten "Hockenheimring" statt. Zur Premiere im Jahr 1947 kamen sage und schreibe 200.000 begeisterte Zuschauer. Der nächste Höhepunkt für die Strecke war das Jahr 1954. Die legendären Silberpfeile guckten sich Hockenheim als Teststrecke aus.

Ende der sechziger Jahre wurde der Hockenheimring komplett umgebaut. Nach Vorbild von Indianapolis entstand ein moderner "Stadion-Komplex" versehen mit den neuesten Sicherheitsstandards. Zusätzlich entstand eine wahrlich beeindruckende Boxenanlage, das "Motodrom". So war die Strecke bestens gerüstet für den 1970 stattfindenden Grand Prix von Deutschland. Allerdings dauerte es noch bis ins Jahr 1977, bis sich der Hockenheimring als regulärer Austragungsort von Formel 1 Grand Prix durchsetzte.

Der Hockenheimring gilt als eine der schnellsten Rennstrecken im Formel 1 Zirkus. Geschwindigkeiten deutlich über 300 km/h sind keine Seltenheit. Auch die Sicherheit des Kurses gilt als vorbildlich. Im Jahr 1999 wird jedoch beschlossen, den Kurs von ursprünglich 6,823 km auf eine Strecke von 4,023 km zu verkürzen. Gleichzeitig werden die Kapazitäten für Zuschauer auf 100.000 erweitert.

   
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